Die Gesangsklasse 6 ist am 18.03.2019 zusammen mit Frau Mecking und Frau Dietl zum Aalto- Theater gefahren. Dort hat uns ein netter Mitarbeiter empfangen, der uns ins Foyer und zu den Garderoben geführt hat. Danach hat er uns eine Statue von Alva Aalto gezeigt, dieser war der Architekt des Aalto Theaters. Die Skulptur von Alva Aalto ist genauso groß, wie er mal war.

Die Geschichte des Aalto Theaters ist erstaunlich, da Alvar Aalto vor dem Bau des Aalto Theaters schon lange gestorben war. Seine Frau ließ das Gebäude dann hier in Essen nach seinem Tod erbauen. Die Inneneinrichtung und das Gebäude des Aalto Theaters ist wellenförmig gebaut. Man könnte meinen, dass dies mit dem Namen Aalto zu tun hat, weil ‚Aalto‘ übersetzt die Welle heißt.

Außerdem ist das Aalto Theater sehr Natur bezogen direkt am Stadtgarten angelegt, weil es über viele Fenster zum Garten und zur Philharmonie verfügt. Da es früher öfters Menschen gab, die beim Opernbesuch gerne Aufsehen erregen wollten und Aalto nicht wollte, dass dies in den Opern passiert, ließ er eine Treppe erbauen, wo alle die oben standen diejenige Person sehen konnten, die ins Opernhaus kommen. Alvar Aalto wollte keine Bilder ins Foyer hängen, da die Geschmacksrichtungen der Menschen verschieden sind, so sind die Wände ganz weiß.

Die schwarzen Türen zum Saal, wo die Aufführungen stattfinden, sind aus Pferdehaaren geknüpft, weil dies den Schall gut schluckt. Die Türen werden während der Vorstellung geschlossen und erst danach wieder aufgemacht, damit man nicht während der Aufführung aus dem Saal gehen kann. Die Sitze der Oper bestehen aus Leder und Stoff, weil wir Menschen auch Baumwolle und Leder an uns haben, so wird der Schall abgedämpft, auch wenn der Saal nicht voll besetzt ist.

Als wir am Aalto Theater waren, wurde gerade auf der Bühne ein Bühnenbild auf- und abgebaut. Dabei hat der Mitarbeiter des Aalto Theaters uns erklärt, welche Stücke dort in den letzten Tagen gespielt wurden, z.B. „Luisa Miller“ und „Medea“. Die Stücke werden im Aalto Theater in der Ursprungsprache gesungen, die Opernsänger müssen also mindestens Deutsch, Italienisch und Englisch singen können. Das Aalto Theater hat im Parkett 800 Sitze und in den beiden Logen jeweils noch 116 Sitzplätze, also insgesamt 1032 Plätze.

Als wir nach unten gegangen sind, erklärte uns der Mitarbeiter, dass das Orchester im Orchestergraben in einer so genannten ‚Lippenform‘ spielt, und dass es eine unterirdische Bühne gibt, die mindestens drei Meter unter dem Boden liegt. Hinter der Bühne erklärte er uns, dass die Bühne eine Kreuzform hat, an den beiden Seitenbühnen sind Bühnenbilder für die Stücke gelagert.

Mit einem riesigen Aufzug sind wir in die Maske gefahren, dort wurde uns erzählt, dass man zum Knüpfen einer Echthaar-Perücke 20-40 Werkstunden braucht.

Nach einer Pause sind wir dann auf eine kleine Probenbühne gegangen. Dort wurden wir in 5 Gruppen eingeteilt: Es gab die Maskenbildner, Schauspieler, Bühnenbildbauer, Techniker und die Kostümbildner und viele Schauspieler. Die Rollen wurden ausgelost. Wir haben eine Szene aus der ‚Zauberflöte‘ von W.A.Mozart zur Musik gespielt.

Als wir fertig waren, haben wir echt überwältigt vom Tag. Es war richtig toll. Wir bedanken uns vor allem bei Frau Mecking, Frau Dietl und dem netten Mitarbeiter des Aalto Theaters!

Marie G. und Milla R

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